Frankreich mal anders - das ländliche Paris

Dieser Blogbeitrag richtet sich an alle Reiselustigen, Familienurlauber, Genießer und auch an die historisch interessierten unter Euch, die gerne mal was neues ausprobieren möchten.


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Wer von Euch hat nicht schon mal davon geträumt zu Leben wie eine Prinzessin?

In diesem Blogbeitrag erzähle ich euch von unserem Familientrip in den ländlichen Süd-Westen von Paris, und zwar in die ehemalige Wochenendresidenz des Duke & der Duchess of Windsor. Ihre Geschichte war eine der großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts: 1936 verzichtete Edward VIII. auf den britischen Thron, um die amerikanische geschiedene Wallis Simpson zu heiraten.

Klingt teuer, ist es aber gar nicht mal so, denn das ehemalige Anwesen steht seit 2005 unter der Verwaltung des Landmark Trust und dort können bis zu 20 Leute unterkommen, wenn man früh genug bucht. Bis zu 12 passen in das Haupthaus (siehe Bild oben), weitere 4 in das "Gästehaus" und es gibt noch mehrere weitere Gebäudeteile, in denen sich Schlafmöglichkeiten befinden. Mietet man also das ganze Anwesen früh genug im Voraus, hat man es für sich allein und kann dort mit Familie oder Freunden eine wunderbare Zeit verbringen. Geteilter Preis ist halber Preis, wie man so schön sagt .. ich glaube das Sprichwort ging anders, aber das spielt jetzt keine Rolle. Der Landmark Trust bietet neben diesem Anwesen natürlich noch viele weitere in Frankreich, England, Wales, Schottland, Italien, Belgien usw. an.


Das tolle daran ist - nicht nur bei diesem Anwesen - dass die Landmarks so gut wie möglich im ursprünglichen Zustand belassen sind. Natürlich sind die Küchen und Bäder alle nach modernen Standards ausgestattet (Spülmaschine(n), Amerikanische Kühlschränke etc.), aber alles in allem fühlt es sich sehr authentisch an dort zu wohnen.

Besonders schön in diesem Anwesen ist die Küche und der Wohn- & Essbereich im Haupthaus. Dieser bietet eine große U-förmige Küche, die komplett ausgestattet ist und eine lange Tafel zum Speisen, sowie eine gemütliche Sitzecke mit Kamin.

Am Anfang haben wir uns fast gar nicht zurechtgefunden, weil das Haus ziemlich verwinkelt und so riesig war. Natürlich wollte man auch alles erkunden, das war aber in den paar Stunden, die wir am ersten Tag hatten, gar nicht möglich, denn es gibt ja auch noch die riesige Außenanlage mit Pferdeweide. Wir waren im April dort und hatten wunderbares Wetter!


Kurzer Einblick in die Geschichte

Die Windsors waren die führenden Köpfe der internationalen Café-Gesellschaft und unterhielten hier die Glitzerati der 1950er und 60er Jahre, darunter Maria Callas, Marlene Dietrich, Elizabeth Taylor und Richard Burton sowie Cecil Beaton. Besonders Edward war von dem Anwesen fasziniert und beauftragte den englischen Gartendesigner Russell Page mit der Gestaltung der Gärten, die er selbst gepflegt hat und deren Gestaltung bis heute erhalten ist. Die Gebäude sind um einen Innenhof hinter riesigen Eichentoren angeordnet, und das Gelände öffnet sich auf wundersame Weise mit Blick auf das Tal dahinter. Jedes Gebäude verfügt über eine eigene Terrasse. Alle, die hier übernachten, können das weitläufige Gelände erkunden. Das Parterre verschmilzt mit einem uralten felsigen Wald voller Vogelgezwitscher.




INFO: Bucht man nicht das ganze Anwesen, sondern nur einen Teil, kann es gut sein, dass auch andere Personen sich auf dem Gelände aufhalten. Man kann also auch nur zu zweit oder viert in einer der Unterkünfte unterkommen.

Es gibt insgesamt 3 Teile, die individuell zu mieten sind: La Célibataire (2 Personen), La Maison des Amis (4 Personen) und Le Moulin (11+1 Personen).


Anreise

In unserem Fall kamen wir ja aus Dublin und hatten es deshalb etwas komplizierter. Unser Flug ging bereits morgens um 4 Uhr und wir sind von Dublin nach Orly geflogen. Der Flughafen Orly liegt im Süden von Paris und ist nach dem Flughafen Charles de Gaulle der zweite internationale Flughafen der französischen Hauptstadt

Da der Rest der Familie erst gegen Nachmittag bei dem Anwesen eintraf, wollten wir die Zeit davor nutzen um uns mit Lukas Bruder und dessen Freundin zu treffen, die bereits vier Tage in Paris Urlaub machten.

Wir fuhren also vom Flughafen mit einem Shuttlebus (Orlybus) in die Stadt rein.

Der Bus fährt von und zu dem Platz Denfert-Rochereau, die Haltestellen am Flughafen finden man bei a